HNO
Dr. med.
Kay Rohmann
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Kopf- und Halschirurgie
Plastische Gesichtschirurgie
Schlafmedizin
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HNO-Ärzte
in Düsseldorf auf jameda

Schnarchen / Schlafapnoe Erkrankungen

Das Schnarchgeräusch wird überwiegend im Bereich des mittleren und tiefen Rachens erzeugt. Hier fehlen Stützstrukturen, die das Gaumensegel, die seitlichen Rachenwände oder den Zungengrund abstützen würden. Das so genannte velar Schnarchen ist ein durch das Gaumensegel erzeugtes Geräusch. Das Gaumensegel gerät durch einen turbulenten Luftstrom in Vibration oder neigt zu einem Kollaps an die Rachenhinterwand. Gleiches gilt auch für den Zungengrund. Eine behinderte Nasenatmung führt stets zu einer Mundatmung. Wenn der Mund während des Schlafs geöffnet wird, erschlafft die Mundbodenmuskulatur und der Zungengrund ist nicht mehr muskulär angespannt und kann an die Rachenhinterwand abrutschen. Jeweils ist bei der Beurteilung des Schnarchursprunges die Untersuchung der nasalen Atemwege, des Rachens sowie des Kehlkopfes notwendig. Diese wesentlichen Untersuchungsschritte können nur durch einen qualifizierten Facharzt für HNO-Heilkunde erfolgen.

Gleiches gilt für die operativen Behandlungsschritte, die erst nach einer Messung des Schlafs (Polygrafie) erfolgen sollten. Wir führen grundsätzlich vor einer operativen Behandlung des Schnarchens oder der Schlafapnoe eine ambulante Schlafmessung durch. Sollten sich hierbei Hinweise auf ein Schlafapnoesyndrom ergeben, also mehr als zwanzig Atemaussetzer pro Stunde oder Sauerstoffverluste von unter 85% darstellen, wird zunächst eine Untersuchung in einem Schlaflabor durchgeführt. Erst nach Objektivierung der Schlafarchitektur sind operative Behandlungen zu erwägen. Hierzu gehören sicherlich die Feststellung einer ungehinderten Nasenatmung und Nasennebenhöhlenbelüftung. Dann kann bei verlängertem Weichgaumen und Einengung des mittleren Rachens durch die seitlichen Rachenwände eine lasergestützte Operation erfolgen. Es gibt weitere operative Maßnahmen, die Eingriffe im Zungengrundbereich oder aber auch eine Vorverlagerung des Zungenbeines beinhalten. Diese Verfahren führen wir jedoch ausschließlich in Zusammenarbeit mit spezialisierten Kliniken durch.

Das manifeste Schlafapnoesyndrom ist oftmals durch operative Maßnahmen nur flankierend zu verbessern, jedoch nicht immer vollständig zu beseitigen. Hier ist die nasale Überdruckbeatmung (C-PAP) die Behandlungsmethode der Wahl. Durch operative Maßnahmen kann jedoch die Akzeptanz einer Überdruckbeatmung deutlich gesteigert werden, so dass vor jeglicher Maskenverordnung eine HNO-ärztliche Eingangskontrolle notwendig ist.