HNO
Dr. med.
Kay Rohmann
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Kopf- und Halschirurgie
Plastische Gesichtschirurgie
Schlafmedizin
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HNO-Ärzte
in Düsseldorf auf jameda

Schnarchen / Schlafbezogene Atemstörung

Schnarchgeräusche werden in den meisten Fällen durch die Vibration des verlängerten weichen Gaumens erzeugt. Der weiche Gaumen ist der Anteil des Gaumens, der vom Ende des Hartgaumens bis zum Ende des Zäpfchens reicht. Seitlich reicht der Weichgaumen bis in die Mandelregion hinein. Eine Längedes Weichgaumens über 4,5 cm vom Hartgaumen bis Zäpfchenende gemessen, führt regelhaft zu einem Schnarchgeräusch. Des weiteren kann der mittlere Rachenraum auch durch von der Seite her hineinreichende vergrößerte Mandeln eingeengt sein. In seltenen Fällen ist auch das Zäpfchen des Gaumensegels ungewöhnlich massiv ausgebildet und verdickt.

Schnarchen ist ein Geräusch, das während des Schlafs erzeugt wird durch eine Vibration der vorgenannten Strukturen oder aber in Höhe des Zungengrundes, wenn also der große Zungengrundmuskel an die hintere Rachenwand kippt. Aus meiner Sicht ist bei der Betrachtung von Schnarchgeräuschen die Luftströmung vom Naseneingang bis hin zum Kehlkopfeingang beachtenswert. Die Besonderheit der Rachen- und Zungengrundregion ist, dass hier keine Stützstrukturen der Atemwege bestehen, also knorpelige oder knöcherne Stützstrukturen, wie beispielsweise in Nase oder ab Kehlkopf bis weiter hinunter in Richtung Luftröhre, fehlen hier vollkommen. Kommt es also zu Verwirbelungen der Atemluft bereits in der Nase, resultiert hieraus schon eine Vibrationsneigung im Bereich des Weichgaumens und eventuell ein Abriss der Luftsäule in Höhe des Zungengrundes, so dass hierdurch Vibrationen und Kollapsneigungen begünstigt werden und infolge dessen Schnarchen und teilweise Atemaussetzer die Folge sind.

Da es sich in den meisten Fällen massiven Schnarchens um erhebliche Schleimhaut- überstände im Bereich des Weichgaumens oder des Zungengrundes handelt, müssen diese effektiv beseitigt werden. Chirurgisch bietet sich hier die lasergestützte Operation an. Alternative Verfahren sind sicherlich Hochfrequenz-Diathermieverfahren, die jedoch nur eine Schrumpfung des Gewebes erreichen, also keine tatsächliche Gewebsverringerung, wie sie durch eine chirurgische Maßnahme erzielt wird. Deshalb hat sich bei uns seit 1993 die lasergestützte Operation als sicheres und effektives Behandlungsverfahren bewährt.